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Bayerisch Eisenstein, unmittelbar an der Grenze zu Tschechien, Luftkurort und Oase der Ruhe liegt direkt am Fuße des Großen Arber. Von Tschechien fliesst ein kleiner Fluss in den Bayerwald herüber, dem man den sinnigen Namen Großer Regen gab. Groß ist dieses Mittelgebirgsgewässer nicht gerade, aber vielleicht ist damit die Freude gemeint, die man dort beim Fliegenfischen erfährt.
Wir stehen am Ufer und sind erstaunt, dass hier wirklich alles noch ganz Natur ist. Ruhige, flache Zonen, Terrassen mit rauschenden Engstellen, Rieselstrecken, tiefe Gumpen, wunderschön gezeichnete Fische - dies alles wird dem Fliegenfischer geboten. Ein Bachforellenbestand vom Feinsten, dazu noch Äschen und Bachsaiblinge. Vereinzelt eine verirrte Regenbogenforelle, die hier weder heimisch ist noch besetzt wird. |
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Die Fliegenstrecke ist rund 6 km lang, der Fluss zwischen drei und zehn Meter breit. Anfängern und leicht Fortgeschrittenen empfehle ich mehr die unteren Streckenabschnitte. Fliegenfischen mitten im Hochwald, mit meist genug Platz zum Werfen, da macht die "Pirsch" auf Äschen und Bayerwald-Bachforellen doppelt Spaß. |
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Das Wasser ist stets klar (Güteklasse 1), der Wasserstand das ganze Jahr hindurch stabil, einfach ideal zum Watfischen. Bei diesen Bedingungen fischen Erfolgreiche generell flussaufwärts! Mit der Trockenfliege konnten wir am Vormittag einige Bachforellen und Äschen landen. |
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Der Wechsel zur dunklen Goldkopfnymphe brachte uns allen viele schöne Überraschungen. Aufgrund der "Grösse" des Gewässers sind zwar Bachforellen um 45 cm und darüber nicht in der Überzahl. Aber durch vorsichtiges und ruhiges Verhalten am Wasser kann man auch solche Exemplare in den Morgen- und Abendstunden überlisten. |
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Ab Juni scheint die Trockenfliege der Renner am Großen Regen zu sein. Alle Imitationen von Stein-, Köcher- und Eintagsfliegen haben beste Chancen genommen zu werden.
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Bewährt haben sich etwas dunkler gebundene Fliegen in Braun und Grau der Größe 12 – 16. Wer eine 12-er oder 14-er Parachute mit schwarzem Körper und großer Grizzly-Hechel serviert, dem kann man wirklich wunderbare Stunden voraussagen. |
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Geräteempfehlung: Rute Klasse 4-5, Vorfach 3 m, Spitze 0,14 – 0,16 .
Der Bewirtschafter, Herr Ewald Liebl, ist gelernter Koch, Hotelier und mit Leib und Seele auch Fischzüchter. Er betreibt eine hauseigene Zucht in reinen Naturteichen, die von einer kalten Gebirgsquelle gespeist werden. Diese Bachforellen – die Ur-Bayerwald-Fario – wandern nach dem Einsetzen garantiert nicht ab und bleiben aufgrund der gleichen Lebensbedingungen absolut standorttreu.
Gute und erfahrene Fliegenfischer sollten sich unbedingt auch den oberen, bis zu drei Meter tiefen Mühlgraben (1,5 km) vornehmen, in dem große Forellen und Äschen stehen. 50-er Fische sind nicht selten! |
Der obere Teil im Ortsbereich von Bayerisch-Eisenstein von der Landesgrenze bis zum ersten Wehr ist schmäler, birgt aber viele kleinere und mittlere Bachforellen.
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An den beiden hauseigenen Bergseen im Anglerparadies Arberhütte kann der Fliegenfischer auch Forellen und möglicherweise den Saibling des Lebens fangen. Auch mit Streamer auf Hecht kann es im größeren See sehr interessant werden, denn es sind genug Spezies dieser Art vertreten. Für Spezialisten ist es sicherlich ein Muss, auch einige Karpfen für Fliege oder Nymphe zu begeistern. |
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Zusammenfassend: Eine schöne Fliegenfischerei in einer wunderbaren Naturlandschaft. Was will man mehr? Ah ja - wer am Abend einen Fisch essen will, kann ihn selbstverständlich mitbringen und in der Küche zubereiten lassen. Sehr delikat, denn der Gasthof heißt nicht umsonst - Fischerwirt. |
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noch mehr Bilder vom "Großen Regen" in unserer Royal-Flyfishing Fotogalerie |
Karten gibt es für Hausgäste zum Preis von € 28.- pro Tag, € 25.- ab 3 Tage, €23.- ab 7 Tage je Tag (für Nicht -Hausgäste wenn freie Karten €35.-, Reservierung erforderlich.) Es wird angeboten: Gewässerführung, Fliegenfischer-Kurse, Besichtigung der Fischzucht, Räuchern, Räucherkurse und Grillabende.
Ewald Liebl Hotel Grenzwald Restaurant "Fischerwirt" Bayerisch Eisenstein info@hotel-grenzwald.de www.fischerwirt-eisenstein.de |
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Bericht: Peter Sagerer
Grafik/Fotos: Eva Geigl |
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