Die Passer entsteht durch mehrere Quellbäche am Timmelsjoch (auf ca. 2.450m Seehöhe), durchfließt das Passeiertal in Südtirol und mündet nach insgesamt 42,6 Kilometern bei Meran in die Etsch. Das Fischereirecht an der Passer und an allen ihren Bächen im Passeiertal ist seit 700 Jahren im Besitz der Schildhöfe, einer Bauernhof-Gemeinschaft, welche durch die Fischerei-Interessentenschaft vertreten ist.

Dieser wilde Gebirgsfluss mit einer Breite zwischen ca. 18 und 30 Metern, zeigt überall durch tausende kleine, mittlere  und  riesige Felsbrocken herrliche Strukturen und bietet seinen „Bewohnern“, den Marmoratas, Regenbogen- und Bachforellen, ausgezeichnete Unterstände. Man sollte schon Erfahrung beim Gebirgsbach-Fischen mit der Fliege mitbringen, um an der schnellen Passer gut zurecht zu kommen. Wer zur Technik an schnellen Wassern noch etwas Unterstützung braucht, dem empfehlen wir Herrn Arnold Gufler, den in St. Martin ansässigen Fliegenfischer-Guide zu buchen.
Unsere Reportage an der Passer führten wir im April bei Niedrigwasserstand durch und im Juni bei höherem Pegelstand, aber stets bei klarem Wasser. Im Frühjahr steht die Nymphen-Fischerei  grundsätzlich an erster Stelle, da die Forellen durch das meist noch sehr kalte Wasser wenig Aktivität zeigen, um Fliegen von der Oberfläche zu nehmen.

Die Insektenpopulation besteht aus sehr vielen, verhältnismäßig kleinen Köcherfliegen, wenigen Eintagsfliegen und einer enormen Anzahl sehr großer Steinfliegen. Es empfiehlt sich, nicht zu kleine Fliegenmuster der genannten Spezies zu nehmen, denn die Passer-Forellen lieben eine kräftige Mahlzeit. Das Gleiche gilt für Nassfliegen und selbstverständlich auch für Forellenstreamer.


Köcherfliegen

Steinfliegen Larvenhülle

Sanftes und ruhiges Fischen flussaufwärts ist angesagt, wenn man die Forellen nicht vergrämen will. Sie stehen meist in den mehr oder weniger tiefen Pools nahe an Felsen, Blöcken und Steinen.

 


 

Das Waten ist ziemlich problemlos, wenn man auf die Felsen mit braunem, glitschigem Algenbewuchs achtet. Experimente wie z.B. das Queren der Passer sollte man besser vermeiden, denn die Strömung ist oft viel stärker, als man sich das optisch vorstellt.

 


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Der befischbare Abschnitt heißt Revier Zone C NoKill und ist 10 km lang.
(ab Schwelle Granstein bis hinauf zur Huli Staumauer).

Die Einstiege zum NoKill-Revier C sind an einigen Stellen relativ einfach, aber man muss grundsätzlich recht gut zu Fuß sein, denn meistens sind es mehr oder weniger steile, mit Bäumen oder Büschen bewachsene Ufer, die man überwinden muss. Die Entscheidung, sich auch bis in unwegsamere Uferbereiche „durchzuschlagen“, wird oft mit schönen Fang-Erfolgen belohnt. Der Drang immer wieder weiter zu wandern und vielversprechende Gumpen zu befischen, ist an der Passer sehr hoch. Dass es dort auch Beeinträchtigungen beim Werfen geben kann, nimmt man einfach in Kauf, denn die Forellen stehen am liebsten dort, wo sie nie oder nur selten gestört werden können. Ja, das Fliegenfischen an der Passer ist ein Abenteuer, auf das man sich einlassen muss! Entlang der gesamten Fliegenfischer-Strecke verläuft links oder rechts der Radwanderweg Passer.

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Eine sehr natürliche und traumhafte Strecke, allerdings wird das Ufer ab dem Tennisplatz St. Leonhard permanent steiler und meist unzugänglich, weshalb man sich am Wasser unten weiterbewegen sollte, sofern der Wasserstand es erlaubt. Es gilt absolut nur widerhakenloses Fliegenfischen!

 

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Saisonbeginn: am Sonntag nach dem 2. Samstag im Februar
Saisonende: 31. Oktober
HINWEIS: Im Oktober gilt für das Revier absolutes Wat-Verbot !

Tageskarten-Preise (Stand 2022):
Revier Zone C NoKill:  70,00 € / Entnahme: nur Regenbogenforellen (bis zu 4 Stck.)
Revier Zone C NoKill:  50,00 € / Preis = ohne Fisch-Entnahme.

Jugendliche unter 16 Jahren zahlen: mit Entnahme 70,00 €, ohne Entnahme 25,00 €.
Fischen ohne Widerhaken!
Keine Entnahme von Marmoratas oder Bachforellen !

Kartenausgabe:
Karten gibt es in St. Leonhard oder in St. Martin bei der Tourismus-Information.
Zur Ausübung der Fischerei in Südtirol ist eine staatliche italienische Lizenz nötig, die man auch dort für z.Zt. 35,00 € erwerben kann, die 10 Jahre Gültigkeit hat (Preis: Stand 2022).

Guiding: Herr Arnold Gufler / mobil: 0039-349-5696009
Besonders empfehlen wir, sich über den Pegelstand an der Passer zu informieren, denn beste Voraussetzungen sind gegeben, wenn der Pegel Meran unter 50 cm liegt. Nachstehend ein Link zur Meßstelle Meran: 

http://wetter.provinz.bz.it/pegelstationen.asp?stat_stid=1421 

Fliegenruten Klasse #4 oder #5 sind ideal. Dazu empfehlen wir ein Vorfach mit mindestens 3,30 m Länge und ein Tippet nicht unter 0,16 mm. Letzteres deshalb, weil die Forellen sehr kräftig sind und der Strömungsdruck der Passer berücksichtigt werden muss.
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Bericht: Royal Flyfishing
Layout / Copyright Fotos: Eva Geigl