Donnersbach

               Gebirgsbach-Fliegenfischen am Donnersbach - Adrenalin pur !


Letztes Jahr (2012) berichteten wir über unsere wunderbaren Erlebnisse an diesem einzigartigen Gebirgsbach in der Steiermark. Damals war das Revier "nur" 2,6 km lang. > siehe Bericht Donnersbach - Teil 1

Im Frühjahr 2013 konnte Roland Rüscher - Gasthof "Zur Gams" in Donnersbachwald - durch weitere Anpachtung die Strecke auf nun durchgehend 8,8 km erweitern. Der neue Abschnitt, bisher gänzlich unbefischt, wurde wie schon 2012 im oberen Teil, mit Wildfang-Bachforellen besetzt.

Da für uns die Gebirgsbach-Fischerei die wohl aufregendste Art der Fliegenfischerei darstellt, konnten wir nicht widerstehen, noch einmal nach Donnersbachwald zu fahren. Zusammen mit zwei Freunden, die beide noch nie an einem Gebirgsbach fischten, starteten wir von München aus  über Salzburg, Radstadt/Tauern ins Ennstal der Steiermark, an Schladming (Dachstein) vorbei und verließen die Ennstalstraße beim Schloss Trautenfels in Richtung Irdning. Bis Donnersbachwald auf ca. 1.000 m Seehöhe, waren es dann nur noch ca. 15 Minuten. Den traditionellen steirischen Willkommens-Schnaps konnten wir durch ein kräftiges Frühstück gut kompensieren. Roland Rüscher fuhr mit uns dann die neue Strecke ab und zeigte uns dabei die Parkmöglichkeiten. Diesen Service bekommt jeder neue Gast! Anschließend stellten wir unseren Wagen am Haider-Wehr (untere Reviergrenze) ab und fanden etwas oberhalb einen Einstieg über das dort steile Gelände hinunter in den terrassenartigen Bachverlauf. In diesen schönen Terrassen mit großen Gumpen ließen sich die Forellen nicht lange bitten, obwohl hier auf 1 Kilometer bis zum Stausee kein zusätzlicher Besatz eingebracht wurde.

Donnersbach Donnersbach
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Wer hier fischt, sollte sich vor jeder Terrasse das Gelände genau ansehen, um anschließend gleich auf der leichter begehbaren Seite aufwärts zu steigen. In diesem ca. 300 m langen Gefälle-Bereich wurden die steilen Uferseiten dicht mit Bruchsteinen befestigt. Herrliche, gut genährte Ur-Forellen mit markanter Zeichnung gaben uns die Ehre.
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Auffällig war, dass hier einige von uns gefangenen Bachforellen, auf den ersten Blick mehr einer Seeforelle ähnelten. Bei genauerer Betrachtung fanden wir doch noch ein paar einzelne rote Punkte, meist im hinteren Drittel des Fisches. Das müssen Nachkommen eines uralten Stammes sein, der sich im Laufe vieler Generationen verändert hat.
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Am Ende dieses Uferschutzes wurde der Bach etwas schmäler und zeigte sich wieder mit seiner urigen Natur. Hinter größeren Felsen bildeten sich schöne Vertiefungen, kleine Ausläufe, Rinnen und Mini-Kehrbereiche. Bäume lagen quer, die Wiesen dufteten nach Kamille, Salbei und anderen Blüten. Eine himmlische Atmosphäre im rauschenden Bach und den Kick obendrauf gaben uns viele gierige kleine und mittlere Ur-Forellen.
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Unterhalb des großen Wehres am Stausee stiegen wir aus. Über den Stau geht eine Holzbrücke, von der aus wir eine Menge größerer Forellen im glasklaren, tiefen Wasser ausmachten. Obwohl wir nicht gekommen waren, um in einem Stausee zu fischen, konnten wir nicht widerstehen, 30 Meter oberhalb der Brücke zwei drei Würfe mit der Trockenen zu setzen...mit Erfolg!
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Oberhalb des Staubereiches zeigt sich der Bach auf eine Länge von ca. 2 km mit längeren, ruhigeren Zonen, da das Gefälle nicht besonders stark ist. In jeder noch so kleinen Vertiefung, an den Außenbereichen und neben den längeren Zügen stehen Fische.
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Auf Höhe Gasthof "Zur Gams" verengt sich der Donnersbach etwas, wird schneller und es geht steiler aufwärts. Dadurch bilden sich wieder viele kleine und größere Terrassenbereiche und überall lauerten Forellen auf unsere Trockenfliegen. Richtiges Gewässerlesen vorausgesetzt, brachte bei genauer Präsentation den Anbiss auf "Ansage". Ein herrlicher Spaß, da man bei dieser Fischerei so nah wie nie am Fisch steht. Im rauschenden Gebirgsbach mit der Fliege zu fischen ist nicht so schwer, wie es scheint! Wer ganz ruhig - logischerweise nur Bach aufwärts - mit ganz kurzer Schnur jede Vertiefung langsam abfischt, wird so viele "Zugriffe" auf seine Fliege haben, wie selten zuvor. Mit einem ca. 3,20 m langen Vorfach bei 0,13 - 0,15 mm starkem Tippet legt man meist nur die Fliege auf und hebt die Rute an, so dass die Flugschnur gar nicht die Wasseroberfläche berührt. Damit wird das Wegspülen der Schnur durch die Strömung verhindert und die Fische können die Fliege in der ihnen gewohnten Fließwassergeschwindigkeit gut nehmen.
Donnersbach Donnersbach

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Unsere beiden Freunde Aihan und Maximilian - die wie gesagt noch keinerlei Gebirgsbach-Erfahrung hatten - lernten diese Art der Präsentation schnell und hatten tollen Erfolg. Durch noch intensiveres Gewässerlesen ließ sich dieser noch steigern, und dabei zogen sich beide das " Gebirgsbach-Fieber" zu. Sie träumen jetzt davon, bald wieder dorthin fahren zu können. Es hat sich für sie eine ganz neue Fliegenfischer-Welt erschlossen, die Faszination pur bietet.
Der Streckenverlauf bietet weiter hinauf bis zur Ortsmitte abwechselndes Gefälle und geht ab der Brücke im Ort in einen ziemlich offenen, etwa gleichmäßig tiefen ( 50-70 cm) Abschnitt über. Eva hatte dort etliche Bachforellen und Saiblinge an der „Leine“. Ab und zu auch einige Regenbogenforellen - diese müssen wohl aus der Enns aufgestiegen sein, denn eingesetzt wurden sie hier oben nicht.
Donnersbach Donnersbach
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Weiter hinauf zum Freibad zeigt das Bachbett wieder seinen ganz natürlichen, ursprünglichen Charakter, wild und schön. Bis hinauf zur Schauppbrücke am Schaupphof, dann wird der Donnersbach etwas schmäler und weist wieder mehr Gefälle auf. Eine neue, wunderschöne Landschaft tut sich hier auf. Fliegenfischen zum Träumen! Den Abschluss des oberen Teils bildet ein kleiner Stau, an dessen Einlauf das Revier endet.
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Wer am Donnersbach nichts fängt...hat vergessen die Natur zu beobachten...
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Viele Fliegenfischer scheuen immer noch die Gebirgsbäche, weil sie sehr oft schwierig begehbar und auch nicht unproblematisch zu bewaten sind. Die Strecke am Donnersbach macht diesbezüglich eine seltene Ausnahme.
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Sie ist bestens zu begehen und die Sicherheit beim Waten auf griffigem Kies und Fels trägt zur totalen Entspannung bei. Die Bachstruktur könnte bei einer Breite zwischen 8 und 12 Meter nicht besser sein. Flache Züge, kleine Rinnen, immer wieder terrassenartiger Aufbau mit kleineren und größeren Vertiefungen sowie Gumpen, deren Auslauf bis zu 12 Meter lang ist. Hüfthohe Wathosen oder Watstiefel genügen vollauf. Bis auf einige Bereiche, an denen Bäume bzw. Büsche den Aktionsbereich der Fliegenrute etwas beeinträchtigen, lässt sich die Trockenfliege gut präsentieren. Auf Nymphen kann man absolut verzichten! Die wilden Bachforellen und Bachsaiblinge am Donnersbach steigen zwar nicht viel, aber attackieren sofort jede gut schwimmende Trockenfliege, obwohl genug Köcherfliegen, Eintagsfliegen und auch Steinfliegen den Bach bevölkern. Als zusätzliche Köstlichkeiten bereichern das Nahrungsangebot auch noch zahlreiche Terrestrials (Landinsekten). Die Alterspyramide der Bachforellen ist perfekt, vom Brutfischchen bis zum ausgewachsenen Exemplar mit 30-45 cm ist alles im richtigen Verhältnis vorhanden. Und das in einer Menge, die uns begeistert hat. Einen so ungewöhnlich hohen Fischbestand hatten wir nicht erwartet. Ganz sicher, egal wo man in den Donnersbach einsteigt, die Forellen sind schon da! Wir selbst besuchen den Donnersbach auch bald wieder, denn die Erlebnisse dort, diese Ruhe und Entspannung am Gebirgsbach, rufen unbedingt nach Wiederholung!
Donnersbach
Saison: Von Pfingsten - 31. September. Reines Fliegenfischer-Revier am besten mit Trockenfliege zu befischen, bei absoluter Schonhaken-Pflicht. Streamer verboten! Kescherbenutzung ist nicht nötig, denn jeder nicht entnommene Fisch muss nach dem Drill im Wasser ausgehakt und darf auf keinen Fall am Körper gedrückt werden.
Tageskarten: nur für Hausgäste
Entnahme pro Tag: 1 Bachforelle ab 30 cm und/oder aus Hegegründen 2 Bachsaiblinge ab 25 cm.
Wer überhaupt einen dieser herrlichen Wildfische mitnehmen will, kann ihn sich (nach Absprache) von Herrn Roland Rüscher im Gasthof köstlich zubereiten lassen.
Das Revier beginnt unten am Haider-Wehr. und endet nach 8,8 km aufwärts oberhalb des kleinen Staubereichs. Dort ist auch die Straße zu Ende. Parkmöglichkeiten von unten nach oben: Am Haider-Wehr, an der Staustufe, dann praktischerweise beim Gasthof "Zur Gams", im Ortszentrum an der Brücke, am Freibad, dann bis hinauf zum Schaupp-Hof noch 2 Möglichkeiten. Ab dem kleinen Elektro-Häuschen an der Schaupp-Brücke aufwärts findet man immer wieder neben der Straße kleine Parkplätze oder Ausbuchtungen. Dies gilt bis hinauf zur oberen Grenze, an der sich ein größerer Parkplatz befindet.
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Das Fliegenfischer-Revier Donnersbach können wir jedem fortgeschrittenen Fliegenfischer empfehlen. Grundvoraussetzung ist ganz ruhiges Waten und Fischen im Bach flussaufwärts, und nicht vom Ufer aus, denn...diese wilden Fische sehen gut! Gutes Gewässer-Lesen und feine Präsentation garantieren tollen Erfolg. Ruten Klasse 3 oder 4 sind ideal.
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Wir möchten jeden Fliegenfischer, der den Donnersbach besucht, herzlich bitten, äußerst schonend beim Zurücksetzen der Wildfische vorzugehen, um beizutragen,
dieses Naturparadies auch für die Zukunft zu erhalten.
Donnersbach Donnersbach
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Der Aufenthalt im Gasthof "Zur Gams" bei Familie Rüscher war für uns ein Genuss. Familiäre Atmosphäre, schöne Zimmer, absolute Ruhe und das köstliche Abendessen aus garantiert heimischem Anbau, all das schenkte uns sofort ein paar Tage Urlaubsstimmung in stressfreier, natürlicher Alpenlandschaft.
Gasthof "Zur Gams"
Donnersbachwald 69
A-8953 Donnersbachwald
Tel: 0043-(0)3680213
email:
office@zurgams.at
www.zurgams.at


Kinder können im Fischteich neben dem Gasthof mit Angel oder Fliegenrute erste Versuche starten.
Gasthof Zur Gams

Gasthof Zur gams
Zusätzliche Beschreibung vom Gasthof "Zur Gams" in unserer Fotogalerie www.royalflyfishing-fotogalerie.de unter der Kategorie: Hotels/Pensionen ect. nahe Fliegenfischer-Gewässern

Jede Menge Aktivitäten gibt es für nichtfischende Begleitpersonen/Partner/Familien mit Kindern: Urlaub in ruhiger und wunderbarer Natur hilft die Seele wieder aufzutanken. Freizeitanlage Donnersbachwald, Badesee, Beachvolleyball, Kinderspielplatz, Naturbiotop mit Angelmöglichkeit, Rad- oder Mountainbike,  Wandern und Ausflüge z.B. Almwanderungen, Almfeste, die Donnersbach-Schlucht. Kinder können neben dem Gasthof "Zur Gams" im hauseigenen Fischteich mit Angel oder Fliegenrute erste Versuche starten und noch viel mehr. Für ausführliche Informationen: http://www.zurgams.at/content/sommerurlaub-wanderzeit.php

Die Donnersbach-Klamm
Diese Schlucht ist einen Ausflug wert. Vom Gasthof Leitner in Donnersbach führt ein Wanderweg nach oben, der nach einigen hundert Metern an der Straßenbrücke links zum Bach hinunter geht. Die Gemeinde hat entlang des Pfades viele Info-Tafeln für Bäume und Pflanzen angebracht. Eine sehr lehrreiche Einrichtung. Wie die Klamm früher bei hohem Schmelzwasser als Holztrift benutzt wurde, kann man an einer kleinen Hütte in alten Fotos und an einem Modell des alten Trift-Rechens ersehen. Ein Schaukasten zeigt und erläutert die vielen verschiedenen Gesteinsarten, welche der Wildbach mit sich führt. Die Rindenhütte daneben - eine Originalnachbildung der alten Holzarbeiter-Schutzhütte - liefert Einblicke in die kargen Verhältnisse der Arbeiter. Nach und nach wird die Schlucht enger und wilder. Viele Bäume liegen im und neben dem Bach und dazu auch große Felsbrocken, deren Ursprung an den steilen Hängen sichtbar sind. Vereinzelt sind auch Bachforellen in den großen Gumpen auszumachen. Wir genossen die Kühle der Schlucht an einem heißen Tag, umgeben von uriger Landschaft in der alles so geblieben ist, wie die Natur es seit jahrtausenden regelt. Die Begehung dieser Donnersbach-Schlucht ist kostenfrei und ein wunderbares Erlebnis für jeden! > siehe Info in Royal Flyfishing

 

 weitere Fotos vom Donnersbach in unserer > Royal Flyfishing-Fotogalerie
unter der Kategorie Donnersbach II
weitere Fotos von der oberen Strecke
unter der Kategorie Donnersbach I
 Bericht und Fotos von der > Donnersbachklamm in unserer extra Fotogalerie
Bericht: Royal Flyfishing
Fotos/Fotogalerie/Layout: Eva Geigl