Wir sind ja ständig auf der Suche nach ausgezeichneten Fliegenfischer-Revieren um Ihnen Gewässer zu präsentieren, an denen auch Sie wunderbare Fliegenfischerei genießen und erleben können. In diesem Fall gilt der Spruch:  "Warum in die Ferne schweifen…." Nur eine gute Stunde von München entfernt liegt das Leitzachtal. Die Leitzach entspringt aus vielen Quellbächen im Mangfallgebirge unterhalb des Ursprungpasses und mündet nach 33,5 km bei Westerham in die Mangfall. Die Herkunft des Namens Leitzach kommt aus dem Althochdeutschen "leitzi", "leizi", "leiz" und bedeutet: glitzern, funkeln. Bewirtschaftet werden die 3 Reviere Leitzach-Bayrischzell, Leitzach-Wörnsmühl und Leitzach-Mühle, vom Bezirksfischereiverein Miesbach-Tegernsee mit einer Gesamtlänge von ca. 8 km.

Der Fischbestand aller 3 Gewässerabschnitte ist überdurchschnittlich gut. Regenbogenforelle, Bachforelle, Äsche und Saibling. Die Äsche ist geschont, wobei zu erwähnen ist, dass nur mittlere und große Exemplare vorhanden sind. Nur verantwortungslose Fliegenfischer benutzen Widerhaken! Zeigen Sie grundsätzlich der Natur Ihren Respekt mit widerhakenlosem Fischen! Forellen und Saiblinge reproduzieren sich aufgrund des außerordentlich hohen Insektenaufkommens dieser Naturlandschaft. An warmen Tagen erlebt man eine enorme Vielfalt an Köcher-, Stein-, Eintags- und Moorfliegen, die jeden Fliegenfischer begeistert. Dazu kommen noch massenhaft Landinsekten von Wiesen, Büschen und Bäumen. Ab dem 1. Oktober gilt überall "Flyfishing only" !!

  

 

Gewässerabschnitt: Bayrischzell - Geitau

Dieses Revier im Talboden zwischen Seeberg und Wendelstein ist ca. 3,3 km lang und hat in der oberen Hälfte den Charakter eines kleinen Wiesenflusses bei einer durchschnittlichen Breite von 4 -7 m . Die Fließgeschwindigkeit ist teilweise aufgrund des geringen Gefälles nicht besonders hoch. Die Ufer sind manchmal frei zugängig, dann aber wieder beidseits mit Büschen oder Bäumen bewachsen. Waten ist gut möglich, aber nur mit Wathose, denn das glasklare Wasser täuscht: die vielen Gumpen sind oft viel tiefer als man vermutet. Das Gleiche gilt auch für die untere Hälfte dieser Strecke, in der sich durch das stärkere Gefälle immer wieder lange Züge, Rieselstrecken und Überläufe mit großen Taschen und Vertiefungen abwechseln. Trotz gutem Fischbestand sollte man sich besonders vorsichtig bewegen, denn die Fische sind sehr scheu. Wer flussaufwärts fischt, um die schönen Forellen nicht zu erschrecken, wird  erfolgreicher sein! Die Obergrenze wird durch die Lechnerbrücke, die untere Grenze durch die Riednerbrücke in Geitau markiert. Wenn Sie gleich dort in der Nähe (5 Min. zu Fuß) im "Postgasthof Rote Wand" in Geitau übernachten, können Sie sich schon vor dem Frühstück den ersten Fischgang genehmigen. Obwohl dieses Revier auch mit anderen Ködern als nur mit Fliege befischt werden kann, ist es ausgezeichnet zum Fliegenfischen geeignet.  

Leitzach Geitau  Leitzach Geitau  Leitzach Geitau 

Gewässerabschnitt: Wörnsmühl – reine Fliegenfischerstrecke

Auf einer Länge von ca. 1,8 km erlebt man im Bereich der Gemeinde Wörnsmühl wunderschöne Abschnitte einer meist beiderseits bewachsenen und bis auf das Johliger Wehr im Ort, ganz Natur belassenen Leitzach. Der Stauraum dieses Wehres zieht sich etwa 100 m nach oben bis zum nächsten Wehr (Fischwassergrenze) und man sieht hier stets viele aktive Fische. Gleich unterhalb des Johliger Wehr´s  befindet sich ein großer Gumpen, an dem man nicht vorbeigehen sollte! Nach dieser Wehranlage läuft die Leitzach zunächst ein paar hundert Meter durch starken Uferbewuchs und Wiesen und bahnt sich im weiteren Verlauf neben der Strasse  ihren Weg hinunter durch das Leitzachtal. Auf einer Breite von 6 – 12 Metern bietet sie alles, was das Fliegenfischerherz begehrt. Die vielen tiefen Taschen, Gumpen mit langen Ausläufen sind gut mit Trockenfliege bzw. Nymphe zu befischen.

Wörnsmühl 

Schöne Äschen stehen in den Rinnen, schnappen aber kein zweites Mal nach dem selben Fliegenmuster! Das gilt auch – bis auf seltene Ausnahmen – für die Forellen. Vernachlässigen Sie auf keinen Fall die flachen Strecken, wenn nachmittags und abends Forellen und Co. auf Nahrungssuche sind, denn trotz klarem Wasser ist es schwer, Fische überhaupt zu sehen. Nachdem das Insektenangebot sehr breitgefächert ist, wird die Auswahl der Fliegenmuster nicht problematisch. In tieferem und schnellem Wasser wird oft eine große Köcherfliegen-Imitation sehr gerne genommen. Aber auch Parachute, Bi-Visible, Adams etc. sind willkommen. Ca. 60 m unterhalb der 2. Straßenkurve, von Wörnsmühl aus kommend, geht diese reine Fliegenfischerstrecke nahtlos (siehe Grenztafel) in den Abschnitt Leitzach-Mühle über. Wir empfehlen Ihnen, von dieser Grenztafel an aufwärts zu fischen, denn somit gibt´s nicht nur mehr  "Jagderfolg", sondern auch ein intensiveres Erleben der herrlichen Flusslandschaft. 

Wörnsmühl  Wörnsmühl  Wörnsmühl 

 
Gewässerabschnitt: Leitzach-Mühle 

Mit 2,5 km Gesamtlänge bietet der Fluss im oberen Teil zunächst schnelles Wasser mit tiefen Rinnen, das dann nach und nach Richtung 1. Wehranlage langsamer wird und mit einer sehr langen Kiesbank zum Waten und Trockenfliegenfischen einlädt. Unterhalb des Wehres ist sowohl die Restwasserstrecke als auch der Ableitungsarm befischbar. Im Leitzach-Ableitungsarm sollte man eine Vorfachstärke von mindestens  0,18 mm verwenden, da sonst ein gehakter Fisch durch die Strömung zuviel Druck verursacht und dabei ein schwächeres Tippet abreisst. Bei der zweiten Wehranlage flussabwärts - am Ortsende von Leitzach – kann man das Auto direkt neben dem Fluss parken und auch dort einsteigen. Unter der Leitzachmühle kommt das Wasser aus dem Mühlenschuss wieder zurück in das Leitzachbett. Eine sehr interessante Stelle!  Von hier bis unterhalb des großen Sägewerks ist das Wasser schnell und mehr für Nymphe oder Streamer geeignet. Im weiteren Verlauf geht es auf eine 3. Wehranlage zu, von der das Leitzach-Wasser für den Seehamer-See abgeleitet wird. Die Restwasserstrecke nach diesem Wehr kann man noch ca. 300 m weiter befischen, bis die Grenztafel das untere Ende anzeigt. Auch diese Strecke ist hervorragend zum Fliegenfischen, obwohl auch andere Köder erlaubt sind. 

  
Restwasserstrecke bei Leitzach  beim Sägewerk

Zusammenfassend ist zu sagen, dass wir an allen 3 Revieren schöne Forellen, Saiblinge und Äschen überlisten konnten. Es ist ein Hochgenuss in dieser Landschaft auf Fisch-Jagd zu gehen und wir selbst werden uns diese Freude an der Leitzach in Zukunft öfter gönnen.  

        
Lizenzkarten:  Nur mit Übernachtungsnachweis im Landkreis Miesbach. Jedes Revier einzeln pro Tag € 28,-
Tageslizenzen für alle 3 Leitzach-Reviere für Hausgäste im Postgasthof "Rote Wand" (Gaitau) -Übernachtungsempfehlung s.u
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Waitzinger Keller
Schlierseer Straße 16
83714  Miesbach
Tel.  +49 (0) 8025 – 7000-0   Fax:+49 (0) 8025 – 7000-11
Email: 
info@waitzinger-keller.de

Fischereirecht:
Bezirksfischereiverein
Miesbach-Tegernsee e.V.
www.bfv-mbteg.de
 
Saison: 16.4.-31.10.
Brut 
  
in der Leitzach gibt es jede Menge zu entdecken ! 
  

Übernachtungsempfehlung: Wenn man an der Leitzach Fliegenfischen will, ist die Fischereikarte nur mit Übernachtungsnachweis erhältlich. Hierzu können wir Ihnen den Postgasthof "Rote Wand"  in Geitau kurz vor Bayrischzell bestens empfehlen. Schöne Zimmer, sehr gute Küche (der Chef kocht selbst), vernünftige Preise und erholsame Ruhe. Parkplätze, Liegewiese, kleiner Biergarten, und besonders wichtig: ein Trockenraum für die Wathosen! Familie Gaukler hat sich auf Fliegenfischer eingestellt und bereitet gerne am Abend Ihren mitgebrachten Leitzach-Fisch nach Ihren Wünschen zu. Auch als Ausgangsposition für alle 3 Reviere ideal, denn zum Revier Bayrischzell sind es mit dem Auto nur 2 Minuten und zur untersten Strecke Leitzach-Mühle nur etwa 18 Minuten. Auch für den "Soinsee" (beschrieben in der Webseite des Bezirksfischerei-Vereins) ist der Postgasthof die ideale Startposition!

Postgasthof  "Rote Wand" - Fam. Gaukler
D - 83735  Bayrischzell, Geitau 15
Tel:   +49 (0)8023-905-0, Fax:  +49 (0)8023-905-200
email:          
info@gasthofrotewand.de
Homepage:  www.gasthofrotewand.de  

  noch mehr Fotos von der Leitzach in unserer Royal-Flyfishing-Fotogalerie 
Bericht: Peter Sagerer
Fotos / Grafik: Eva Geigl