Der kleine Wiesenbach entspringt ca. 20 Autominuten westlich von Fürstenfeldbruck ganz nah bei Kaltenberg. Dieser kleine Ort ist sehr bekannt durch die alljährlich stattfindenden Ritterspiele, die durch Prinz Luitpold von Bayern veranstaltet werden.

Als Bach schlängelt sich die Paar durch Felder und Wiesen, kleine Wäldchen und Dörfer. In Heinrichshofen hat sie durch viele einfliessenden Quellen schon fast den Charakter eines kleinen Flüsschens erreicht. Von hier abwärts beginnt die Privatstrecke von Ferdinand Freiherr von Wiedersperg-Leonrod aus Schmiechen

Die Gesamtlänge dieser reinen Fliegenfischerstrecke beträgt ca. 4,5 km. Die Breite schwankt zwischen 3 und 5 Metern und die Wassertiefe von 0,50 m bis ca. 1,50 m in den tieferen Gumpen. Zunächst läuft der große Bach durch Heinrichshofen mit 2 Staubereichen die - wegen der Sedimente nicht bewatbar - aber schöne Bachforellen beherbergen. Unterhalb des Dorfes wird die Paar schneller und zieht relativ gerade weiter bis zur Plank-Mühle in Schmiechen. 

        

Die Hälfte dieser Strecke ist ein- bzw. beidseitig mit Büschen und Bäumen bewachsen. Oberhalb der Mühle im ruhigen Staubereich kann man mit viel Glück auch eine grössere Regenbogenforelle an die Fliege oder Nymphe bekommen. Bei der Plank-Mühle ist zu beachten, dass man bereits unmittelbar nach der kleinen Kapelle ins Wasser einsteigen muss und nur der Wasserweg bis zum Mühlschuss und zurück zu bewaten ist.

Weiter abwärts nimmt die Paar über viele Kurven ihren Weg durch Wiesen, Felder und kleinere Gehölze. Durchsetzt von etlichen, nicht immer leicht zu befischenden Gumpen und umrahmt von gut bewachsenen Ufern. Die Fliegenfischer-Strecke endet bei einem langgezogenen Damm, der vor 2 Jahren als Hochwasserschutz für die sehr tief und flach liegenden Felder neben der Paar errichtet wurde.

  
  

Vor der unteren Grenze hat man im Zuge dieses Damm-Baus der Paar einige kleine, flach mäandernde Nebenarme geschaffen, in denen wir enorm viel Bachforellenbrut aus der Winterlaichzeit beobachten konnten. Hier ist offensichtlich der Eingriff in die Natur hervorragend geglückt. Totholz, einer der wichtigsten Rohstoffe für Zooplankton, ist auf der gesamten Strecke genügend vorhanden.

  

Manchmal auch sehr behindernd, wenn man es rein als Fliegenfischer betrachtet. Aber jeder Naturliebhaber kommt auch damit gut klar, weil er weiß, hier ist die Natur wirklich in bester Ordnung und für Fische ist Totholz ein schützendes "Dach" über der Flosse.

      

Wir begannen etwa 50 m oberhalb des Dammes und näherten uns dem glasklaren Wasser mit äußerster Vorsicht. Flussaufwärts fischen ist hier Gebot Nr. 1 für jeden, der nicht gesehen werden will. Es war um die Mittagszeit, auf dem Wasser tanzten massenhaft winzige kleine schwarze Fliegen und nach längerer Beobachtung bemerkte ich in der ersten Vertiefung oberhalb einen kaum wahrnehmbaren Ring mitten in der Strömung. Eva setzte eine 12-er Bi-Visible immer näher an die Stelle, an der ich den Fisch vermutete. Auf der richtigen Höhe nahm er vehement die Fliege. Es war eine stattliche Bachforelle mit 45 cm, die während des Drills freundlicherweise noch von einer kleineren Fario eskortiert wurde. Trotz des sehr kalten Wassers und der langen Winterruhe (es war Anfang Mai), bot die Forelle einen "springlebendigen" Drill, wurde sanft gelandet, im Wasser vom Haken gelöst und schwamm verletzungsfrei in tieferes Wasser zurück

  

Wir verhielten uns extrem ruhig und präsentierten immer erst dann, wenn wir Forellen sahen, die an der Oberfläche Insekten nahmen. In fast jedem Gumpen bzw. jeder Vertiefung  stand eine "Platzhalterin", die wir entweder mit der Bi-Visible oder mit meiner Parachute Größe 14 überlisten konnten. Auf eine Gesamtstrecke von etwa 300 Metern machten wir Bekanntschaft mit vielen wunderschönen Bachforellen zwischen 35 und sogar knapp 50 Zentimeter Länge. Ab und zu sausten kleinere Exemplare vor oder neben uns in Deckung. Später fuhren wir in die Nähe der oberen Grenze, direkt im Dorf Heinrichshofen. Dort war es nicht immer möglich flussaufwärts zu waten, weshalb uns einige schöne Fische die Schwanzflosse zum Gruße zeigten. Etliche Kleine und Mittlere aber hatten grosses Interesse an unseren beiden Fliegenmustern

 

Es ist sehr beruhigend zu wissen, dass hier die  Alterspyramide recht gut intakt ist. Das Insektenaufkommen ist ausserordentlich hoch und die Forellen an der Paar freuen sich auch über einen reichen Tisch an Landinsekten, die über Bäume, Büsche und besonders viel Gräser die Wasseroberfläche erreichen. Alles in Allem ist diese private Paar-Strecke ein natürliches Kleinod und wird von Baron Ferdinand gehegt, gepflegt und mit "Argusaugen" beobachtet. Tägliche Kontrollen sind schon Routine, ebenso auch die immer netten und informativen Gespräche unter Fliegenfischern. Der Leitfisch an der Paar ist die Bachforelle. Die Äsche wurde vermutlich durch Graureiher und Kormorane etwas dezimiert. Vereinzelte grosse Regenbogner gibt es oberhalb von Schmiechen.


Auf der Tageskarte für € 30,- sind wichtige Regeln für die Fliegenfischerei an diesem Privat-Gewässer von Ferdinand Freiherr von Wiedersperg-Leonrod zu lesen, zu unterschreiben und genau zu beachten!
- absolut widerhakenloses Fischen!   ohne Kescher !
- Entnahme: 1 Fisch pro Tag, ab 40-45cm
-die Tageskarte muss nach Beendigung der Fischerei bei der Gutsverwaltung in Schmiechen abgegeben werden!
Saison:
15.4.-30.9.
Maximal 3 Fliegenfischer pro Tag / nur mit Vorreservierung !
Tageskarten für die Privatstrecke Paar nur mit zeitiger Voranmeldung bei:
Royal Flyfishing-Shop,
Estinger Str.16, D-85232 Bergkirchen.
Tageskarten-Anfrage unter: > Kontakt Royal Flyfishing-Shop

  


Fliegenfischer erleben an der Paar herrliche Stunden. Der Uferbewuchs wird einem so manche Fliege rauben, aber das ist äußerst lehrreich.
Also - schon vorher viele Fliegenmuster "klonen" !

  





    mehr Fotos von der Paar in unserer Royal Flyfishing-Fotogalerie

Für Fliegenfischerinnen und Fliegenfischer, welche diese Privatstrecke an der Paar mehr als nur einen Tag erleben wollen, haben wir eine besonders passende Übernachtungs-Empfehlung: 
Das Landhotel-Gasthof Huber in Steinach, nur etwa 5-6 Autominuten vom Gewässer entfernt, mit ländlich beschaulichem Ambiente.  Es bietet sowohl Raucher- als auch Nichtraucherzimmer und für Raucher einen eigenen Aufenthaltsraum mit TV. Grosser Parkplatz,  Biergarten, Sauna mit Fitnessraum und Trockenraum für Watbekleidung sind vorhanden. Die Küche ist ausgezeichnet und doch preiswert.


Landhotel-Gasthof Huber

Landhotel-Gasthof Huber - Fam. Huber
86504  Steinach bei Mering, Münchner Straße 9
Tel: 08202-8251  ;  Fax.: 08202-903533
email:
reservierung@landhotel-gasthof-huber.de
www.landhotel-gasthof-huber.de


Bericht: Royal Flyfishing
Fotos/Layout: Eva Geigl