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Eine springlebendige Legende
Sie entspringt im steirischen Salzkammergut. Die drei Quellflüsse Grundlseer Traun, Altausseer Traun und Kainisch Traun vereinigen sich bei Bad Aussee zur Koppentraun, die in den Hallstätter See fliesst. Nach dem See, an Bad Goisern, Lauffen und Bad Ischl vorbei, mündet sie bei Ebensee in den Traunsee. Am Nordufer in Gmunden verlässt die Traun den See und wird hier noch vom Kraftwerk Theresienthal etwa 1,5 km zurückgestaut. Der weltweit bekannte legendäre Flussabschnitt beginnt unterhalb dieses Kraftwerkes und fliesst in einem tiefen Tal über mehr als 14 km bis knapp unter den Traunfall in der Nähe von Viecht.
Welch bekannte Persönlichkeiten haben hier schon die Rute geschwungen! 1828 veröffentlichte Sir Humphrey Davy sein Buch "Salmonia oder Tage des Fliegenfischens" und pries darin den gewaltigen Fischreichtum der Traun.
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Dies war nachweislich der Beginn zum Aufstieg als den wohl berühmtesten Fluss für Fliegenfischer in Europa.
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Charles Ritz
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Den Durchbruch gab es aber in den 20 und 30-er Jahren des vorigen Jahrhunderts, als K.u.K. Oberfischmeister Höplinger und Dr. F. Duncan durch eine ausgezeichnete und schonende Fischereibewirtschaftung die Traun für Prominenz aus der ganzen Welt interessant machten. Viele kamen hierher, Vertreter von Königshäusern, hochrangige Militärs wie General Eisenhower und auch der uns allen bestens bekannte Charles Ritz.
Der einzige Fliegenfischer dessen Name noch heute untrennbar mit der Gmundner Traun verbunden ist, war Hans Gebetsroither, der durch seine Erfahrungen mit der Fliegenrute den "Gebetsroither-Stil" erfand und entwickelte. Der Fliegenfischerverein "Freunde der Gmundner Traun" ist seit Januar 2006 Pächter und Bewirtschafter und sorgt mit Fachwissen, Engagement und Leidenschaft dafür, dass diese Legende "springlebendig" bleiben wird.
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Hans Gebetsreuter Gedenktafel beim "Waldhotel Marienbrücke"
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Dies zu testen war unsere Aufgabe für die nächsten Tage.
Um in 2 Tagen wenigstens einige der schönsten und interessantesten Stellen an der ca. 14 km langen Fischwasserstrecke zu finden, braucht man ortskundige Fliegenfischer - am besten gleich Vereinsmitglieder. Uns begleiteten 2 junge "Freunde der Gmundner Traun", Michael und Andy, die uns mit Begeisterung führten. Die Traun beherbergt zweifelsfrei einen hervorragenden und ausgeglichenen Fischbestand an Regenbogen- Bachforellen, Äschen und sogar Seeforellen. Barben, Döbel und sehr grosse Hechte sind in Mengen vorhanden. Zu diesen Grosshechten muss unbedingt Roman Moser ä erwähnt werden, der dort erfolgreich wie kein anderer die Jagd mit dem Hechtstreamer auf diese Riesen praktiziert. Wer nun meint, da gehe man hin und erlebe einen Drill nach dem anderen, liegt von vorneherein falsch. Nicht umsonst gilt an der Traun die Parole: "Wer hier fängt, fängt auf der ganzen Welt" !
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Es erwartete uns eine Gmundner Traun mit ca. 40 cbm Wasser/Sek., was grundsätzlich für die Fliegenfischerei eine ausgezeichnete Basis darstellt. Durch die Filterung des Traunsees ist das Wasser glasklar, auch bei Regen und höherem Wasserstand, was bei jedem Menschen eine optische Täuschung in Bezug auf das Einschätzen der Wassertiefe bewirkt. Es ist überall viel tiefer als man glaubt!
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Am ersten Morgen trafen wir an der oberen Grenze "Marienbrücke -Theresienthal" unseren Freund Hans Aigner. Er, der viele Jahre Fliegenfischen mit Hans Gebetsroither an der Traun praktizierte, scheint jeden Wassertropfen zu kennen, sowie jeden Unterstand der Fische und hat immer einen guten Tipp für das Fischen an der Traun parat. Nymphenimitationen von Köcher- oder Steinfliegen in den Farben schwarz und braun mit Goldkopf Grösse 12 oder 14 sind grundsätzlich beliebt. Nicht zu schwer durften sie hier sein, da sonst an dieser Stelle bei der geringen Tiefe Hänger programmiert sind. Die Forellen und Äschen waren aber noch nicht so richtig wach. Hans probierte dann eine Klinkhammer-Parachute und prompt nahm eine 45-er Regenbogen die Fliege. Wir fuhren weiter zur "Kainzmühle" und fischten über den Bereich der "Hager-Wiese" bis fast zur "Radlmühle" hoch. Einige kleinere Regenbogenforellen und Äschen, kräftig und hochrückig erfreuten uns. Im oberen Bereich der "Hager-Wiese" gibt es ganz nahe am Ufer in recht seichtem Wasser eine kleine Rieselstrecke. Dort hat mir eine sehr grosse Forelle gezeigt wieviel Kraft in ihr steckt. Das Eintauchen meiner Nymphe beantwortete die Große mit solcher Kraft, dass ich nicht schnell genug reagieren konnte. Damit hat sie mir problemlos das 16-er Vorfach mit 3 kg Tragkraft mitsamt der Nymphe verkürzt.
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Hans Aigner
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Gegen Mittag versuchten wir dann in Steyrermühl unter der Museumsbrücke unser Glück. Hier fliesst die Traun nicht mehr sehr schnell da sich unterhalb der Stau zum Traunfall befindet. Ein wahres Aquarium! Grosse Regenbogen, Aitel (Döbel) und Barben ziehen hier ihre Kreise. Mit einer ganz einfachen, schnell sinkenden Tungsten-Nymphe, durch Rollwurf 15 m in die Mitte des Flusses gebracht, weckten wir grosses Interesse der Regenbogner. Nicht per Dead-Drift, sondern durch langsames Heranzupfen ließen sich diese Kämpfer verführen. Schöne Fische, mit wunderschönen Flossen und enorm starker Muskulatur forderten durch heftige Fluchten unsere ganze Konzentration. Aber wie schon erwähnt, trotz der vielen Fische die man gut sieht, ist es enorm schwer sie zu fangen. Michael, der an der gegenüberliegenden Flussseite stand, konnte eine ca. 60 cm Regenbogenforelle landen.
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Oberhalb der Museumsbrücke kommt nach ca. 300 m die Steyrermühl-Straßenbrücke und von dort flussaufwärts ist es nicht weit zum "Schlackentümpfel". Hier kann der Fliegenfischer das Auto ganz nah an der Strecke abstellen. Einige Äschen hatten unterhalb des Wehres Appetit auf braune Goldkopfnymphen und 14-er Parachute. Am Abend trafen wir Hans Aigner beim "Wirt am Bach". Seiner Meinung nach würde es noch einige Tage dauern bis Forelle und Co. das schnelle Absinken der Gmundner-Traun verarbeitet hätten um dann wieder aktiver zu reagieren.
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Am nächsten Tag – unsere beiden jungen Begleiter holten uns pünktlich ab – zog es uns, auch auf Anraten von Hans Aigner, zum Bereich "Insel" und "Sauschneiderstein". Wieder war es eine kräftige Regenbogenforelle die meine 10-er Nymphe nahm. Der Drill war spannend! Von hier ging´s dann zum "Kohlwehr" oberhalb Steyrermühl. Eine landschaftlich schöne Strecke, gut begehbar, und viel Platz für mehrere Fischerfreunde, um gemeinsam zu fischen. Wir konnten im klaren Wasser zwar einige beachtliche Exemplare ausmachen, die uns aber alle nicht die Ehre gaben.
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Auf der Höhe vom "Wirt am Bach" führt ein kleiner, steiler Weg hinunter zur Traun. Nicht zum Befahren, denn das gäbe Ärger. Wir parkten deshalb am Blumenfeld und wanderten hinunter, um an der "Radlmühle" zu fischen. Die Traun ist dort sehr breit, aber man kann auch an einem kleinen Ausläufer, ringsum eingesäumt mit Bäumen und Gebüsch, flussaufwärts pirschen. Die beiden Fliegenfischer, welche im Hauptfluss fischten, wollten wir auf keinen Fall stören und so gingen wir weiter abwärts zur "Roßschwemme".
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Um diesen Namen zu verstehen muss man wissen, dass in früheren Zeiten auf der Traun ein reger Schiffstransportverkehr im Gange war. Flussaufwärts nach Gmunden wurden diese Transportkähne dann mit Pferden gezogen. Die vielen, heute noch aus der Traun ragenden Pfähle waren die Basis für den Pferdeweg, der über weite Strecken über dem Wasser angebracht wurde. An der "Roßschwemme" hat man offenbar die müden, verschwitzten Tiere gewaschen und wieder gestärkt. Der Fluss ist hier ganz ruhig, eigentlich ideal für die Trockenfischerei, wäre da nicht wieder diese fürchterliche optische Täuschung mit der Wassertiefe gewesen. Etwas weiter als Flussmitte stiegen in ziemlich regelmässigen Abständen mehrere Fische. Es wäre eine 10-Fuß-Rute nötig gewesen um nur annähernd sauber präsentieren zu können. Durch die glatte Wasseroberfläche werden wir schnell von den Fischen gesehen und zudem verscheucht jeder Tritt beim Waten schon von Weitem die unzähligen Kleinfische am Uferrand.
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gefunden in der Gmundner Traun
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Am Spätnachmittag wollten wir unbedingt zum Traunfall, über den heute durch das E-Werk fast kein Wasser mehr geleitet wird. Trotzdem ist es dort atemberaubend schön und unten in den türkis schimmernden Gumpen und Becken – von der Brücke aus gesehen – schnappen sich grosse Forellen einige wenige Fliegen. Leider ist hier das Fischen nicht möglich, dafür begeistert dieser Platz Taucher, die sich am Fuße der Konglomerat-Steilwände unter Wasser durchschlängeln. Wandert man aber auf der rechten Traunseite weiter flussabwärts, öffnet sich die Schlucht langsam und es bietet sich direkt an, hier vorsichtig hinunter zu klettern. Das sollten allerdings nur gute Wanderer! Dichtes Gebüsch und große Felsblöcke umrahmen die Traun und bereits beim Hinunterklettern wittern die Fische schon Gefahr. Man wird zwangsläufig sofort gesehen. Es ist angebracht, sich eine Weile hinter einem dieser Riesensteine zu verstecken, genüsslich eine Fliege anzubinden, die Ruhe und die Flusslandschaft zu geniessen. Wenn alles sich wieder beruhigt hat, sieht man in den teilweise enorm tiefen Becken Forellen und Barben die sich dann wieder "traun" mitten in der Strömung auf Fliegenfang zu gehen. Wir nahmen uns viel Zeit, stellten uns dieser Herausforderung und wurden alle mit stattlichen Regenbognern belohnt.
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Nur wer wirklich sehr gut zu Fuß ist und auch klettern kann, sollte sich an diese Stellen wagen. Am besten nie alleine, denn es ist nicht ungefährlich.
Zusammengefasst und auf einen Nenner gebracht: Die Gmundner Traun ist ein exzellentes Revier für versierte Fliegenfischer und solche die es noch werden wollen. Letztere sollten aber unbedingt unseren Rat befolgen und zumindest einen Tag mit einem heimischen Guide nicht scheuen. Es lohnt sich wirklich!
Und vorher unbedingt auf die Internetseite: www.wirtambach.at gehen, um den aktuellen Wasserstand der Gmundner-Traun zu prüfen! Hier wird auch genau gezeigt, welche Werte die besten Bedingungen für die Fliegenfischerei bieten. 14 km feinstes Fliegenfischer-Gewässer bedeutet auch einen langen "Marsch", für den 2 Tage viel zu wenig sind.
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Wir sind der Atmosphäre dieses Flusses erlegen und es wird uns ganz sicher immer wieder an die Gmundner Traun ziehen um dieses Wasser mit seinen Bewohnern besser kennen zu lernen.
Es geht uns wie vielen anderen vor uns:
Die Gmundner Traun - ein Gmundner Traum !
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Gedenktafel Hans Gebetsreuter
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 Orscherl
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 Red Grayling Attractor
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(zum Vergrössern anklicken)
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noch mehr Fotos von der Gmundner Traun in unserer Royal-Flyfishing Fotogalerie !
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Wer Ausrüstung braucht, wird bei Flyfishing Loidl-Reisinger in Steyrermühl bestens beraten und ausgestattet (Adresse s.u.)
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| Für Ihren Aufenthalt an der Gmundner-Traun können wir Ihnen das Hotel "Wirt am Bach" nur bestens empfehlen. Bei den Wirtsleuten Claudia und Josef Naderer haben wir uns wirklich wie Zuhause gefühlt. Alles ist einzigartig abgestimmt für Fliegenfischer! Die Zimmer modern und zeitgemäß lassen nichts vermissen und die ruhige Lage weitab von der Straße garantiert guten Schlaf. Bei diesem "Kulti-Wirt", spezialisiert auf oberösterreichische Wirtshauskultur, genießt man abwechslungsreiche, gutbürgerliche Küche, hervorragend zubereitet mit Produkten frisch aus der Region. |


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Weitere Informationen: Wirt am Bach - Familie Naderer Am Bach 13 A- 4664 Oberweis /Gmunden Tel: 07612-74503, Fax: 07612-74503-24 email: info@wirtambach.at www.wirtambach.at
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Selbstverständlich erhält man hier die Lizenzkarten für die Gmundner-Traun aber auch für die Reviere Ager und Steyr/Grünburg. Nachdem die "Freunde der Gmundner Traun" hier ihr Stammlokal haben, treffen sich beim "Wirt am Bach" täglich Fliegenfischer zum Erfahrungsaustausch. Und das alles in einer liebenswerten Atmosphäre, auf die kein Fliegenfischer nach den herrlichen Stunden am Wasser verzichten sollte.
Ab 4. April 2010 ist das Hotel während der gesamten Fliegenfischersaison 2010 geöffnet. Betriebsferien: 2te Augustwoche Öffnungszeiten: bitte in der Homepage nachsehen |
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Tageskarten für € 80,- sind bei folgenden Ausgabestellen erhältlich ( Vorwahl für Österreich: 0043- )
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Gasthof-Hotel Wirt am Bach A-4664 Oberweis, Am Bach 13 Tel. 07612-74503, Fax 07612-74503-24
Höller Fischerei u. Jagd Inh. Max Riedler A-4810 Gmunden, Kammerhofgasse 6 Tel. 07612-64222, Fax 07612-64222-20
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Flyfishing Loidl-Reisinger - Steyrermühl A - 4662 Steyrermühl, Fabriksplatz 5 Telefon: 07613-44 991, Mobil: 699-14415000
Gasthof Waldesruh-Kohlwehr - Fam. Wiesmayer A-4662 Steyrermühl, Kohlwehr 1 Tel.: 07613-3143, Fax: 07613-3143-4
Gustavs Fischerzentrum, Inh. Theresia Depner 4663 Laakirchen, Traunfeldstraße 7 Tel. 07613-20033 oder 07613-60007 email: g_steindl@aon.at oder d.theresia@aon.at
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PDF-Datei Gewässerbestimmungen und Gewässer-Karte Gmundner Traun |
Bericht: Peter Sagerer Fotos / Layout: Eva Geigl |
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