Auch dieses Jahr konnten Uwe und Christof dem Ruf des Pazifiks an der Küste Costa Ricas nicht widerstehen.
Nach Besuchen in den Monaten Februar und März wurde dieses Mal der November 2007, das Ende der Regenzeit,
als Reisezeit gewählt.  

  

Ziel war wieder einmal
Mal Pais,
ein idyllischer kleiner Ort an der Südspitze der Nacoya-Halbinsel.

  

Der Pazifik bietet einen unglaublichen Fischreichtum und ist ein Eldorado für jeden Liebhaber der schweren Salzwasser-Fliegenfischerei. Je nach Jahreszeit hat man die Möglichkeit auf nahezu alle begehrten Fischarten dieses Ozeans zu angeln. Sogenannten "Pangas", ca. 6m langen, robusten Booten, und ein einheimischen Berufsfischer als Kapitän  bieten perfekte Voraussetzungen um sowohl In-shore wie Off-shore ein sehr großes Gebiet zu befischen. 

Nachdem man im letzten Jahr sehr erfolgreich Jack Cravelle & Co mit der Fliege fing, stand diesmal der Fang des "Pez Gallo", dem Roosterfish, ganz im Mittelpunkt der Reise. Schon die ersten Tage zeigten, dass dieses Mitglied der Familie der Stachelmakrelen nicht umsonst als einer der am schwierigsten mit der Fliege zu fangenden Fische gilt.
Immer wieder wurden unsere Streamer und Popper von Roostern verfolgt, nur richtig anbeißen wollte keiner. Abwechslung boten da schöne Bluefin-Travelly, Jacks und andere Räuber. Die Fischerei mit Poppern an der Oberfläche bot die größte Spannung, da die Fische diesen Köder sehr aggressiv attackieren und man es sehr gut beobachten konnte. 

Christof / Rooster 
Uwe / Rooster 

Wie auch bei jeder anderen Art der Fliegenfischerei konnte man auch hier sehr deutlich einen Unterschied im Fressverhalten der Fische von Tag zu Tag feststellen. Oft dauerte es mehrere Stunden um einen Schwarm oder einzelne aktive Fische zu finden. Auch die Größe und Farben der Fliegen waren oft sehr ausschlaggebend, aber nach ein paar Tagen des Probierens und Studierens gelang es uns auch die Rooster-Fische an den Haken zu bekommen.

Red Eye Leaf Frog 
  

Höhepunkt waren zwei Fische von ca. 20kg. Es war wieder einmal ein super Fisch-Abenteuer, unsere Fänge waren sehr zufriedenstellend, vor allem da die Bedingungen direkt nach der Regenzeit sehr unkonstant sind und die Fischerei größtenteils sehr schwierig war. Wer es mit diesen Fischen aufnehmen möchte, sollte sich bei der Auswahl des Gerätes nicht scheuen, auch Ruten der Klasse #14 zu verwenden mit entsprechender Schnur und Rolle. 

Christof / Rooster 

Leguan

Da die Größe der anbeißenden Fische nur schwer voraus zu sagen ist und der Drill eines Fisches von unter 10kg oft eine sehr Kräfte raubende Angelegenheit ist, sind Ruten der Klasse #12 oft schon sehr am unteren Limit. Außerdem hat sich mehrfach gezeigt, dass oft nur sehr große Fliegen auch große Fische fangen!  

Uwe / Jack   Uwe / Yellow Fin
Christof / Jack 
  Strand von Mal Pais   

 

Bericht und Fotos: Christof Menz
Grafik: Eva Geigl