Biografien 

                    und       

 Stancev

leben in Skopje (Mazedonien) und arbeiten als professionelle Fliegenbinder. Sie haben aussergewöhnlich viele Preise bei den grössten internationalen Bindewettbewerben in Norwegen, Slowenien, Deutschland und Irland gewonnen. Sie schreiben auch für Fliegenbinde-Magazine in Slowenien, Norwegen, England, Schweden Finnland, Italien und den USA, sind regelmässig weltweit auf internationalen Fliegenbinde-Shows vertreten und ihre Leidenschaft gilt der Makro-Fotografie.

Igor und Nadica Stancec

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NADICA

ist graduierter Volkswirt und professionelle Fliegenbinderin, Fotografin und Autorin. Sie lebt mit Ihrem Mann Igor in Skopje (Mazedonien), wo beide als Fliegenbinder arbeiten. Sie hat 43 Preise bei grossen internationalen Bindewettbewerben gewonnen, schreibt für Fliegenfischer-Magazine in Slowenien, Norwegen, England, Finnland, Schweden und Italien, nimmt regelmässig an internationalen Fliegenbinder-Shows teil und Ihre Leidenschaft gilt der Makro-Fotografie. 
Als kleines Mädchen sammelte sie während der Sommerferien stundenlang geflügelte Ameisen kurz bevor diese ihren Hochzeitsflug hatten und ihre Kinderhand erkundete, wie tief der Ameisenbau war und wo die kleinen Larven von den Soldatenameisen bewacht wurden. Jahre später setzte sie ihr Talent für Kunst, Malerei und Design erfolgreich beim Fliegenbinden um, wie die bemerkenswerte Anzahl von Goldmedallien und Top-Preisen bei verschiedenen Wettbewerben beweist.  Ihr innovativer und detailgetreuer Bindestil ist heute bei verschiedenen internationalen Jury´s absolut anerkannt. Mit ihrer  „ Mathing Danica“ gewann sie bei allen Competitions den 1.Platz (2x Norwegen, Slowenien, Deutschland).  Dieses Kunst-Gebilde entstand nach monatelanger Entwicklungsarbeit mit laufenden Verbesserungen in über 30 Arbeitsstunden. Nadica´s Fliegenmuster wurden weltweit in 9 Büchern veröffentlicht. Sie sagte früher immer:  'Mit allem Respekt für die klassischen Fliegen, aber ich will eines Tages meine eigenen Fliegen binden' und sie verwirklichte das sehr erfolgreich. Ihre wichtigste Inspiration ist die Natur. Durch sorgfältige Beobachtung natürlicher Insekten und deren Entwicklungs-Stadien schuf sie fabelhafte Fliegen, sehr fängig und nicht schwer zu binden. Manchmal sagten ihr die Leute: "Diese Fliege ist zu schön und zu schade, damit zu fischen". Nadica antwortete dann immer: "Realistisches Fischen ist meine Leidenschaft, die Fliege soll in kurzer Zeit gebunden sein aber immer mit genügend Details! Alle Grenzen der Entwicklung werden laufend überschritten, warum nicht auch beim Fliegenbinden? Sie sagte auch: "Meine realistische Methode, unterstützt durch die Macro-Fotografie und speziell das superrealistische Binden für Fliegenbinde-Wettbewerbe halfen mir während der letzten 17 Jahre viel bei der Entwicklung meines eigenen Stils und meiner Kreationen. Dabei habe ich einige so genannte 'Muss-Fliegen' entdeckt und an vielen verschiedenen Gewässern unter vielen unterschiedlichen Bedingungen erprobt". Heute lebt Nadica als professionelle Fliegenbinderin und – Instruktorin, die ihre Makro-Fotos und Artikel regelmässig in den wichtigsten Magazinen Europas und den USA veröffentlicht. Sie ist auch wieder Mitglied der Jury beim internationalen Fliegenbinde-Wettbewerb, der World Tuscany Open  in Italien.

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IGOR

Schon seit frühester Kindheit haben mich Insekten und Fische begeistert. Die meisten Sommerferien durfte ich im Haus meiner Grosseltern in den Bergen  verbringen. Da gab es in der nächsten Nähe klare Gebirgsflüsse voll mit wilden Bachforellen. Ich sammelte Nymphen und Larven unter den Steinen und wollte sie gerne lebend nach Hause bringen. Ich fischte mit Fliegen die ich im Angelladen kaufte  und konnte zwar viele Forellen haken aber nur wenige landen. Das störte mich nicht, denn als Kind empfindet man das richtig toll und aufregend.
Meine ersten Fliegen ( ich habe sie aufgehoben) band ich mit 12 Jahren nur mit den Händen, ohne Werkzeuge. Es ist nun etwa 30 Jahre her, als die einzigen Quellen für Federn der Tiergarten und die Kissen daheim waren - natürlich nur, wenn meine Eltern in der Arbeit waren. Ich konnte auch keine Bücher über das Fliegenbinden auftreiben, weshalb ich meist versuchte existierende Muster zu imitieren. Während der Hochschule und dem Studium als Elektro-Ingenieur wurde mein Hobby Fliegenbinden mehr und mehr anerkannt und schliesslich zu meinem Beruf. Manche Momente im Sommer nahe am Fluss hatte ich gemischte Gefühle und dachte: Was mache ich hier mit Forellen, sollte doch besser eine Frau bei mir sein. Aber viele hatten überhaupt kein Interesse an der Natur so wie ich, bis ich glücklicherweise 1991 Nadica traf und beide feststellten, dass wir die Natur sehr liebten.

Ich kaufte einige Bücher zum Fliegenbinden, in welchen klassische Fliegenmuster beschrieben waren, aber die meisten entsprachen nicht den von uns gewünschten Imitationen der natürlichen Insekten. Das war nicht unser Ziel! Die Tatsache erkennend, dass wir damit isoliert waren, war ausschlaggebend dafür, unsere eigenen Fliegenmuster mit unserer Bindetechnik und speziellem Material zu entwickeln. Unter dem Motto:  „Das Neue ist interessant“, schickten wir 1997 zum ersten Mal eigene Fliegenmuster zu einem Bindewettbewerb in Slowenien. Nadica belegte den 3. Platz mit ihrem Gammarus (Translucent Shrimp). Die nächsten 4 Jahre danach (1998-2001) waren wir die absoluten Gewinner des Internationalen Slowenischen Open-Wettbewerbs. 2001 nahmen wir an allen 4 Kategorien teil und gewannen alle vier ersten Plätze. Das Gleiche passierte 2000 in Deutschland, 3 mögliche Kategorien und 3 x 1. Platz. Dabei genossen wir es, dass Mr. Oliver Edwards Mitglied der Jury war. Im Jahr darauf (2001) gewannen wir zwei 1. und zwei 2. Plätze. Darüber hinaus gewann Nadica eine Menge Goldmedallien (genau 4) bei der  Mustad-Scandinavian-Open in Norwegen und auf der Fly-tying-Open in Irland. Die meisten dieser Wettbewerbs-Muster waren etwas Neues und für die Magazine sehr interessant, worauf wir als Jury-Mitglieder zur  World-Tuscany-Open 2005, die Italiener ausrichteten, berufen wurden. Es war für uns eine grosse Ehre, in einer Jury mitzuwirken, die mit so grossen Namen besetzt war. Bald hatten wir verschiedene Angebote aus dem Ausland, unsere Fliegenmuster in Fliegenfischer-Büchern zu veröffentlichen. Mit mehreren anderen Bindern präsentierten wir Fliegenmuster in zwei französischen Büchern von Nicolas Ragoneau, der sie in seinem zweiten Buch auf die Titelseite stellte. Für uns eine grosse Ehre! Nach drei weiteren Büchern, die in Norwegen veröffentlicht wurden, folgten eines in USA, zwei in Italien und noch eines in Holland - mit unseren Kreationen.

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BWO Ephemerella male imago

Ecdyonurus male imago

BWO Ephemerella male imago

Ecdyonurus male imago

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Die letzten Jahre intensivierten Nadica und ich unsere Arbeit an unserem Buch, dessen Hauptteil realistisches Fischen sein wird, begleitet von wunderschönen Fotos über Wasserinsekten in allen Stadien der Entwicklung und Wandlung, selten gesehene Phasen von Aufsteigern usw. Als Kunst-Zugabe unsere "Wettbewerb-Sieger" – einige davon spezielle superrealistische Muster, für die in monatelanger Entwicklungszeit einzigartige Bauweisen entwickelt wurden. Nach unseren Erfolgen bei den internationalen Bindewettbewerben, erhielten wir weltweit Einladungen um unsere Bindetechniken zu zeigen. Wir waren in Slowenien (1995-2001), Norwegen (1998+1999), Deutschland (2000-2003), USA (2002), Holland (2002), Finnland (2004), Italien (2005+2007), Frankreich (2000 bis 2007), Schweden (2007) und während dieser Aufenthalte nutzten wir die Chance, einige unserer Fliegen in manchen dieser Länder an Flüssen oder an der Küste auszuprobieren.

Unser allerliebster Platz zum Fliegenfischen befindet sich nur 12 km von unserem Wohnort entfernt, der Fluss Treska. Es gibt dort Bachforellen und im unteren Teil einige  schöne Döbel (Aitel). Das Gewässer ist reich an Wasserinsekten vieler verschiedener Arten, was für unsere Makro-Fotografie sehr hilfreich ist. Leider ist der Fluss nahe an der Stadt, so dass man meistens nicht allein ist.
Ein weiterer ist Radika  ca. 90 km von Skopje. Er fliesst im westlichen Teil von Mazedonen, ist wirklich schön mit vielen Nebenflüsschen und voll mit wilden Bachforellen. Die Durchschnittsgrösse der Fische liegt meist zwischen 20-30 cm aber manchmal gibt es Exemplare von bis zu 2-3 kg ! Die vielen grossen Steine und Felsen bieten hervorragenden Schutz für erfahrene Fische. Wenn wir ausländische Fliegenfischer zu Gast haben, gehen wir mit ihnen dorthin, damit sie sich später gerne an Mazedonien erinnern.

Radika

Radika

Radika

Noch ein Fluss heisst  Kadina, 25 km von uns zu Hause, nur mit dem Jeep wegen der schlechten Strasse zu erreichen. Eine wilde Gegend, tiefe Täler, dichte Wälder, sehr vorsichtige Forellen, die menschliche Präsenz nicht gewöhnt sind. Nur verrückte Fischer gehen dort hin. Aber mein liebster Fluss ist  "Mein Fluss" in der Nähe des Hauses meiner Großeltern, wo wir eine Woche fischen können, ohne irgendeinen Fischer zu sehen. Einige Stellen am Wasser sind überzogen mit Spinnen-Netzen, was beweist, dass niemand die Fische stört, die sehr misstrauisch sind. Wenn wir uns dem Wasser dort nähern, müssen wir praktisch unsichtbar sein.

Kadina
Kadina


Ich habe niemals davon geträumt, dass das Fliegenbinden uns weltweit mit so vielen
netten und freundlichen Menschen zusammenbringen wird.
Von jeder Reise nehmen wir wunderbare Eindrücke mit,
für die wir sehr dankbar sind und wir hoffen die Chance zu bekommen einigen von
Ihnen die besten Fliegenfischer-Plätze in Mazedonien zeigen zu dürfen !
 
 
Mazedonien Flagge

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Leptophlebia female imago
Leptophlebia female imago



www.fishingflies.com.mk 

danicamk@mt.net.mk 

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Bericht und Fotos: Igor und Nadica Stancev 
Grafik: Eva Geigl/Royal Flyfishing