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Die Seitenlinie - auch Laterallinie genannt

An den Körperseiten der meisten Fische sichtbare, gepunktete Längsreihe, die durch 1 oder 2 Löcher in jeder Schuppe markiert ist. Bei näherer Betrachtung stellt man fest, dass diese Schuppen entweder von einem kleinen Kanal durchbohrt sind oder einen Einschnitt aufweisen (Hecht). Die Kanäle der Einschnitte, die sich mit vielen Öffnungen vom Kopf bis zum Schwanz erstrecken, sind die kleinen Abzweigungen der Seitenlinie mit dem der Fisch geringste Druckschwankungen, Wasserströmungen, herannahende Fische (Beute- oder Raubfische), Hindernisse im Wasser, Erschütterungen am Ufer, Einmündungen von Nebenflüssen, Druckgefälle, Stromrichtungen, die Stärke von Strömungen etc., wahrnehmen kann.

Die Seitenlinie ist ein wichtiges Sinnesorgan der Fische.

Sie ist eine Art "Ferntastsinn" und gehört wie das innere Ohr zum Gehörsinn und Gleichgewichtssinn. Einige Fische haben das Sinnesorgan zu Elektrorezeptoren umgewandelt und setzen es zur geomagnetischen Navigation ein. So können sie sich auf ihren Wanderungen an den magnetischen Feldern der Erde orientieren. Über die Seitenlinie registriert der Fisch auch falsch oder unnatürlich geführte Köder.

 "Das grosse Kosmos Angel-und Fischereilexikon"

zum Thema : Bericht in Royal-Flyfishing  >> "Die Seitenlinie der Fische" von Priv.-Doz. Dr. Joachim Mogdans