Zur Marmorata-Zucht des Fischervereins Eisacktal in Brixen

  

Im Jahr 2004 errichtete der Fischereiverein Eisacktal neben dem Fischerteich in Vahrn eine kleine Brutanstalt zur Aufzucht der Marmorierten Forelle. Dazu wurden dann auch noch einige Hälterungsbecken errichtet. Die Kosten für die gesamte Anlage beliefen sich auf rund 65.000 Euro, zu deren Deckung der Verein auch einen Beitrag der Landesverwaltung erhielt. Früher hatte der Verein vom befreundeten Fischereiverein Bozen aus dessen Zucht jährlich an die 10 bis 15.000 Brütlinge erhalten und diese in den vereinseigenen Gewässern eingesetzt. 2001 wurde erstmals ein Versuch gestartet, die Brütlinge in Stahlwannen bis zu einer Größe von 10 bis 15 cm heranzuziehen.

  

Nachdem dies außerordentlich gut gelungen und in den nächsten Jahren weitere Erfahrungen gesammelt wurden, haben die Vereinsmitglieder im November 2004 erstmals Wildfänge durchgeführt, wobei nur die reinsten Marmorierten für die Gewinnung von Eiern dem Wasser entnommen wurden.

Im Frühjahr 2005 waren es dann an die 30.000 Brütlinge, die bis zum Herbst eine Größe von 9 – 12 cm erreichten und in den Flüssen ausgesetzt wurden. Die beiden darauf folgenden Jahre waren noch erfolgreicher: Aus den ca. 45.000 Eiern im Herbst 2005 wurden rund 37.000 Marmorierte Forellen herangezogen und Ende August in Eisack und Rienz eingesetzt. Im Herbst 2006 schließlich waren an fünf Tagen jeweils ca. 10 Mitglieder beim Abfischen im Einsatz.

 

Aus den entnommenen Marmorierten konnten 62.000 Eier gewonnen werden. Derzeit befinden sich im Bruthaus rund 58.000 Setzlinge. Ende August werden diese mit einer Größe von 9 bis 12 cm in den vereinseigenen Gewässern ausgesetzt. Es hat sich erwiesen, dass bei Einsatz von Fischen dieser Größenordnung längerfristig die besten Erfolge erzielt werden.
Die Marmorata erreicht in unseren Gewässer Größen bis zu einem Meter (im Vorjahr wurde eine mit 93 cm gefangen) und wird bis zu 10 Kg schwer.

Die Menge an gefangenen Fischen und dem entsprechend auch an Eiern variiert von Jahr zu Jahr. 2013 waren Fangergebnisse eher bescheiden, weil der bergseitige Stausee gespült wurde und der Fischbestand stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Seit einigen Jahren kommen zu unseren Wildfängen auch Eier aus dem Beständen des Fischereivereins Bozen sowie von der Landesfischzucht in Meran hinzu. Daraus werden nun Jahr für Jahr bis zu mehr als 10.000 Brütlinge herangezogen. Diese werden im August 2013 mit einer Größe von 9-12 cm ausgesetzt.

  

 

Ein Bericht von Dr. Gebhard Dejaco (Präsident Fischereiverein Eisacktal)
Foto Marmorata : Fischereiverein Eisacktal
Fotos im Bruthaus: Eva Geigl