Die Kitzbüheler Ache, wild und fischreich -  ihr Ursprung beginnt als Jochberger Ache am Pass Thurn im Salzburger Land auf ca. 1270 m Meereshöhe. Ab dem Ortsbereich Kitzbühel wird sie dann Kitzbüheler Ache genannt und dieser Name gilt bis hinunter nach St.Johann i.Tirol. Dort heißt sie Großache, im  weiteren Verlauf auch noch Kössener Ache und nach Überschreitung der Grenze nach Bayern ist sie die Tiroler Ache, welche nach insgesamt 79 km in den Chiemsee mündet.
Die untere Reviergrenze des ca. 8 km langen Stanglwirt-Fliegenfischerreviers Kitzbüheler Ache ist in St.Johann i.Tirol etwa 300 m unterhalb der Einmündung der Reither-Ache, wo in vielen Gumpen auch Huchen gesichtet wurden. Weiter nach oben verläuft der Fluss neben der Pass-Thurn Straße, wobei hier die Fließgeschwindigkeit bei Normalwasserstand nicht besonders hoch ist. Erst ab Oberndorf/Wiesenschwang und weiter bis zum Ortsbeginn Kitzbühel wird das Gefälle etwas stärker und die Fels-Strukturen im Wasser beschränken sich überwiegend auf die Ufer. In diesem Bereich ist es teilweise nicht einfach einzusteigen, man muss aber sowieso auf der gesamten Revierstrecke gut zu Fuß und auch trittsicher für die manchmal steilen Böschungen sein. Das Waten ist mit Filzsohlen ein echter Genuss und die Rieselstrecken lassen sich auch bei guter Strömung noch ausgezeichnet queren.

Beim Ortsbeginn von Kitzbühel erreichen wir die sogenannte "Schwarze Brücke“ mit pinkfarbenem Brückenbogen, biegen ca. 100 m rechts ein und fahren gleich wieder links den engen, bewaldeten Weg flussaufwärts. Ab hier gibt es viele Möglichkeiten sehr interessante Gumpen zu befischen.


 


Nach ca. 250 m öffnet sich das Gelände und der Fluss bildet eine große, breite,  mit Blöcken, Gumpen, Rinnen und Kiesbänken strukturierte Kurve. Hier wurden im Zuge einer Renaturierung viele neue Unterstände für die Forellen geschaffen. 
 


Dass hier auch Regenbogenforellen schon ihr "Zuhause" gefunden haben, ist mächtig an der Rutenspitze zu spüren - dunkelbraun gebundene Nymphen mit Goldkopf-Messingperle sind ihre Favoriten. In sehr vielen Gumpen und Rinnen flussaufwärts warten sie auf angeschwemmte Nahrung unter Wasser. Für präsentierte Trockenfliegen-Imitationen haben sie sich an unserem heutigen Fliegenfischertag nicht so interessiert. Vielleicht erst in den späten Nachmittagsstunden, oder erst am Abend - oder morgen ??


Das Weiterwaten mit vielen "Drill-Unterbrechungen" macht sehr viel Spaß und langsam erreicht man den Flussabschnitt im Gewerbegebiet Kitzbühel. Etwa ab diesem Bereich hat man sie durch Hochwasserschutzmauern gezähmt. Die Ache ist im weiteren Verlauf zwar teilweise gerade, ca. 7 bis 8 m breit und umgeben von etwa 5 m hohen Mauern, aber hier zu fischen ist äußerst interessant - jetzt fängt das Abenteuer erst richtig an! Um überhaupt in diesen „Kanal“ hinunter oder auch wieder hinauf zu kommen, benutzt man die in der Mauer verankerten bzw. eingebauten Eisenleitern am Achenweg für eine kleine Klettertour. Bei normalem Wasserstand - was in diesem Fall äußerst wichtig ist - sind an beiden Seiten Steine oder Kiesablagerungen frei, die das fliegenfischereiliche  Weiterwandern etwas einfacher machen. Es ist erfreulich, dass die Struktur der Ache keinesfalls kanalartig ist und die Mauer teilweise durch Sträucher und Bäume verdeckt ist, flussabwärts mit Blick auf das Kaisergebirge.




Verschieden große Steinblöcke die teilweise aus dem Wasser ragen, formen langgezogene tiefe Rinnen und Gumpen die man flussaufwärts anfischen sollte. Denn recht schnell bemerkt man die "Forellen-Hierarchie" unter Wasser: große Bachforellen und kleine Fische stehen hinter den großen Regenbogenforellen die im Gumpen vorne an der tiefsten Stelle "regieren". Und das sind nicht wenige! Fängt man die, welche hinten in der Reihe anstehen zuerst und drillt sie so "unauffällig" wie möglich ca. 2 m abwärts, hat man beste Chancen auch noch die vorderen großen "Platzhalter" an die Fliege/Nymphe zu locken. Nach jedem Drill sollte man vorsichtshalber immer das Vorfach überprüfen, denn die dichten, scharfen Zähne im Ober-und Unterkiefer der oftmals über 50 cm großen Forellen mögen zwar einen Zahnarzt begeistern, aber...nicht den Fliegenfischer...


Wir konnten bei unseren Begehungen dieses Abschnittes weder einen Schlupf, noch Insekten bei der Ei-Ablage beobachten und vermuten, dass durch die Schutzmauern das Zusammenspiel der Insekten mit Bäumen, Sträuchern, Gräsern etc. nicht optimal geschieht. Das Präsentieren von Trockenfliegen war jedenfalls nicht erfolgreich. Aber es gibt enorm viele Fische die sich hier wohl fühlen und uns durch das Anbieten der richtigen Nymphe in einen "Zustand" versetzten, bei dem man Zeit und Raum vergisst……! Im oberen Teil der Stadt, ca. 200 m vor der Reviergrenze, gibt es gegenüber dem Kitzbüheler Sportpark am Parkplatz nochmal die Möglichkeit "normal" in die Ache einzusteigen (also ohne Eisenleitern), hier ist das Ufer gesäumt mit Bäumen, Büschen und an ein paar Kiesbänken gibt es auch Raum für perfekte Würfe. Danach beginnen wieder die Wasserschutzmauern, aber es ist nicht weit bis zum Wasserfall der die obere Reviergrenze der Ache bildet. Diese ca. 4 m hohe Wasser-Rausche ist der perfekte Anziehungspunkt für große Forellen, werden hier ja jede Menge Insekten angespült, verwirbelt und durch die Strömung verteilt, was auch mit den Nymphen an unseren Vorfächern geschieht - schöne Fänge sind hier sowohl im breiten Gumpen, als auch in den seitlichen Rinnen und Zügen vorprogrammiert.


Nachdem Juniorchef Johannes Hauser (Bio-und Wellnessresort Stanglwirt) im Jahr 2015 die Bewirtschaftung übernommen hat, wurde kein Besatz mehr eingebracht, denn die verschiedenen Fischpopulationen sollten die Chance haben, sich künftig selbst zu reproduzieren. Das Grundprinzip der Familie Hauser – alles so natürlich wie nur möglich – wurde auf die Fischereireviere Kitzbüheler Ache, Reither Ache und Goinger Hausbach übertragen. Und auf die Natur war Verlass, sie reagierte ausgezeichnet auf diese Maßnahmen. Bachforellen und verschiedene Stämme von Regenbogenforellen bringen jedes Jahr enorm viel Nachwuchs, was wir mit großer Freude überall festgestellt haben. Und sie sind dank der guten Insektenpopulation groß und kräftig geworden. Wir konnten eine Menge starker Regenbogenforellen überlisten und freuten uns auch über die herrlich gezeichneten Bachforellen. Dies alles ist aber nur in Verbindung mit widerhakenlosem Fliegenfischen und Catch&Release möglich geworden!
Zur den Reportagen >> Reither Ache  /  >> Goinger Hausbach in unserem Royal Flyfishing-Onlinemagazin.
Für das Kitzbüheler Ache-Revier empfehlen wir Ruten der Klassen #4, #5 oder #6 mit einer Länge von 2,60m bis 2,75m. Bei trübem Wasser wegen evtl. vorheriger Regenfälle sind Nymphen und Nassfliegen in den Größen #12 oder #10 eine sehr gute Wahl. Grundsätzlich ist flussaufwärts fischen viel erfolgreicher! Unbedingt wichtig ist ein Vorfach mit über 3 m, bei einer Tippetstärke von mindestens 0,17 oder 0,18mm - viele Forellen sind groß und sehr stark, wodurch schwächere Spitzen durch den beim Drill zusätzlich entstehenden Strömungsdruck leicht reißen könnten.



Fischereibedingungen:

Saison: Anfang Mai bis Ende September
Tageslizenzen sind für Hotelgäste und externe Fliegenfischer erhältlich: 50.-€
Diese Tageslizenz gilt auch für die beiden anderen Stanglwirt-Fliegenfischerreviere:
>>> Reither Ache ca. 5 km und >>> Goinger Hausbach ca. 1 km.
Tiroler Landesfischerei-Abgabe: 25.-€ (1 Kalenderjahr gültig). Sollte die Landesfischereiabgabe im lfd. Kalenderjahr bereits bezahlt worden sein - bitte Beleg-Kopie mitbringen.
Gewässereinweisung/Begleitung ist bei Erstbegehung Pflicht für alle Reviere durch einen Guide (2-4 Stunden). Pro Stunde: 60.-€. Die Begleitung an folgenden Tagen ist je nach Kenntnissen ebenfalls erforderlich.
Für alle Reviere gilt: nur widerhakenloses Fliegenfischen mit Trocken- bzw. Nassfliege, Nymphe und Streamer. Kescherbenutzung nur mit Schonnetz erlaubt.
Zur Sicherung des Wildfischbestandes wird ausschließlich Catch&Release praktiziert!
Informationen über alle Reviere, Guiding, Fliegenfischerkurse, Equipment-Verleih sowie eine spezielle Fischerei-Broschüre erhält man beim Concierge im Bio-Wellnessresort Stanglwirt, Tel.-Nr.: 0043-5358-2000-902.
Für nichtfischende Begleitpersonen bietet das 5-Sterne Bio-Wellnessresort Stanglwirt eine enorme Auswahl an Aktivitäten.
Viele Informationen unter:
www.stanglwirt.com
Weitere Hotel-Infos - siehe unten.



  
 
 mehr Fotos von der "Kitzbüheler Ache" in unserer >>> Royal Flyfishing-Fotogalerie
 

 

Bio-Wellness Resort
***** Hotel STANGLWIRT

Kaiserweg 1a
A-6353 Going / Tirol
Tel.: 0043-5358-2000
email:
daheim@stanglwirt.com
web: www.stanglwirt.com 

 
 


Hotel Stanglwirt - Familie Hauser  

Hotel Stanglwirt - Juniorchef Johannes Hauser 

 
mehr Informationen zum *****Bio-Wellnessresort Stanglwirt in unserer >> Royal Flyfishing-Fotogalerie,
unter der Kategorie: Hotels/Gasthöfe/Pensionen in der Nähe von Fliegenfischer-Gewässern
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Naturschutzgebiet "Wilder Kaiser"     / © Foto: Eva Geigl 
 
 
Text: Royal Flyfishing
Fotos/Text/Layout: Eva Geigl